Schnarchschiene – besser schlafen, erholt aufwachen
Für die Hälfte aller Menschen verläuft die Nacht alles andere als ruhig: Etwa 60 Prozent der Männer und 40 Prozent der Frauen schnarchen gelegentlich und verursachen damit eine störende Geräuschkulisse, die nicht nur sie selbst, sondern auch ihre Liebsten um ihren erholsamen Schlaf bringt. Sowohl die Häufigkeit als auch die Intensität nehmen mit steigendem Alter zu und können so zu einem ernstzunehmenden Problem für die Gesundheit und Lebensqualität werden. Eine Schnarchschiene kann nicht nur das störende Geräusch des Schnarchens effektiv reduzieren, sondern auch zugrundeliegende Erkrankungen wie eine Schlafapnoe behandeln.
Was ist eine Schnarchschiene (Unterkieferprotrusionsschiene)?
Eine Schnarchschiene, auch Unterkieferprotrusionsschiene (UKPS) genannt, ist ein individuell angefertigtes medizinisches Gerät, das nachts im Mund getragen wird. Sie gehört zu den bewährtesten Methoden, um Schnarchen und Atemaussetzer zu behandeln und bietet eine schonende, nicht-invasive Lösung bei leichter bis mittelschwerer Schlafapnoe.
Die Schlafapnoe-Schiene hält den Unterkiefer während des Schlafs leicht nach vorne verlagert. Dadurch bleiben die Atemwege frei, Schnarchgeräusche werden reduziert und nächtliche Atemaussetzer verhindert. Im Gegensatz zu einer Schlafmaske (CPAP) ist die Schnarchschiene klein, komfortabel und diskret, was die Nutzung im Alltag, aber auch auf Reisen besonders angenehm macht.
Lebenslang
Fit für den Alltag
sofort
Anfangs regelmässige Kontrollen
Vier Sitzungen, bis die Schiene vollständig etabliert und optimal eingestellt ist.
Häufige Fragen zur Schnarchschiene
Wie sinnvoll sind Schnarchschienen?
Eine individuell angepasste Unterkieferprotrusionsschiene ist eine bewährte Therapiemethode gegen Schnarchen und leichte bis mittelschwere Schlafapnoe. Bei 80 bis 90 Prozent der Betroffenen reduziert sie das Schnarchen deutlich, verhindert Atemaussetzer und steigert so wirksam die Schlafqualität.
Welche Nebenwirkungen hat die Schnarchschiene?
In den ersten Nächten kann es zu leichten Spannungen im Kiefer und einem veränderten Bissgefühl am Morgen kommen. Diese Begleiterscheinungen sind allerdings im Regelfall vorübergehend und verschwinden oft bereits nach wenigen Nächten.
Kann man mit einer Zahnschiene noch schnarchen?
Ja, in seltenen Fällen kann trotz Schnarchschiene weiterhin Schnarchen auftreten – vor allem, wenn andere Faktoren wie Übergewicht, Alkoholkonsum oder eine blockierte Nase hinzukommen. Die meisten Patientinnen und Patienten verzeichnen allerdings eine deutliche Besserung oder sogar eine vollständige Behebung ihrer Beschwerden.
Was ist besser, CPAP oder Schnarchschiene?
Die CPAP-Maske gilt als Goldstandard zur Behandlung von schwerer Schlafapnoe, da sie die Atemwege durch kontinuierlichen Luftdruck offenhält. Eine Schnarchschiene wird hingegen als weniger einschränkend und komfortabler empfunden, weshalb sie für Schnarchen und eine leichte bis mittelschwere Schlafapnoe die angenehmere Lösung darstellt. Welche Therapie besser geeignet ist, hängt letztlich vom Schweregrad der Schlafapnoe und den individuellen Bedürfnissen ab.
Wann ist eine Schnarchschiene sinnvoll?
Eine Unterkieferprotrusionsschiene eignet sich vor allem für Menschen, die unter regelmässigem Schnarchen oder leichter bis mittelschwerer Schlafapnoe leiden. Sie reduziert nicht nur Schnarchgeräusche deutlich, sondern verhindert auch die für die Schlafapnoe typischen Atemaussetzer, die unbehandelt ernstzunehmende gesundheitliche Risiken bergen. Lediglich im Falle einer schwereren Schlafapnoe kann eine weitergehende Behandlung notwendig sein.
Oft geht vermeintlich “harmloses” Schnarchen nicht mit akuten gesundheitlichen Gefahren einher – und doch kann es die Schlafqualität der Betroffenen und ihrer Liebsten stark beeinträchtigen. Bleibt die nächtliche Erholung lange Zeit aus, können Erschöpfung am Tage, verminderte Konzentrations- und Leistungsfähigkeit und eine herabgesetzte Lebensqualität die Folge sein. Deshalb empfehlen wir eine Schnarchschiene nicht erst, wenn schon eine Schlafapnoe vorliegt, sondern bereits dann, wenn Sie das Gefühl haben, dass Ihr Schnarchen Ihren eigenen Schlaf oder den Ihrer Liebsten stört.
Vorteile einer Unterkieferprotrusionsschiene (UKPS)
Die Unterkieferprotrusionsschiene gilt als eine der effektivsten nicht-invasiven Methoden gegen Schnarchen und Schlafapnoe, die sich gleichzeitig als besonders alltagstauglich erwiesen hat.
- Wirksamkeit: Schnarchschienen reduzieren das Schnarchen bei etwa 80 bis 90 Prozent der Anwenderinnen und Anwender. Indem sie die Atemwege offen halten und so die Atmung verbessern, behandeln sie ausserdem wirksam eine leichte bis mittelschwere Schlafapnoe.
- Hoher Tragekomfort: Im Vergleich zu Schlafmasken sind Schlafapnoe-Schienen deutlich kleiner, handlicher und angenehmer zu tragen.
- Nicht-invasiv: Nicht immer ist eine Schnarchapnoe-Operation erforderlich, um Schnarchen oder Atemaussetzer zu behandeln. Insbesondere in leichteren Fällen erzielen Betroffene ganz ohne chirurgischen Eingriff mit der Unterkieferprotrusionsschiene gute Ergebnisse.
- Kosteneffizienz: Im Vergleich zu anderen Therapien sind die Schlafapnoe-Schiene-Kosten überschaubar, die bei einer Diagnose von der Krankenkasse übernommen werden.
- Verbesserte Schlafqualität: Die Qualität Ihres Schlafes wirkt sich unmittelbar auf die Qualität Ihrer wachen Zeit aus. Die Schnarchschiene reduziert nicht nur störende Geräusche in der Nacht, sondern schenkt Ihnen auch eine neue Lebensqualität am Tage.
Schnarchschiene – Behandlungsablauf
Im Rahmen einer ausführlichen Anamnese sprechen wir über Ihre Symptome und Beschwerden. Bei Tagesmüdigkeit oder Hinweis auf obstruktive Schlafapnoe wird eine Polygraphie im Schlaflabor durchgeführt, um eine präzise Diagnose zu stellen und das Ausmass des Schnarchens oder einer etwaigen Schlafapnoe einschätzen zu können.
Erweist sich eine Unterkieferprotrusionsschiene als sinnvoll, erfolgt die weitere Abklärung und Behandlung in Zusammenarbeit mit unserer Partnerorganisation, der SailerClinic. Dort werden das Kiefergelenk und der Zahnstatus erhoben. Anschliessend fertigen wir einen Abdruck Ihres Kiefers an, anhand dessen die Schnarchschiene im Dentallabor hergestellt wird. Da nicht jede Schnarchschiene gleich gut funktioniert, arbeiten wir ausschliesslich mit führenden Herstellern zusammen. So werden Ihre individuellen anatomischen Gegebenheiten berücksichtigt, um ein Maximum an Komfort und Wirksamkeit zu gewährleisten.
Bei der ersten Anprobe kontrollieren wir den Sitz Ihrer Schiene und nehmen gegebenenfalls kleinere Korrekturen für einen optimalen Halt vor. Auch danach stellen wir in regelmässigen Nachuntersuchungen sicher, dass Ihre Schiene ideal sitzt und wirkt. In der Eingewöhnungsphase kann es zu leichten Spannungen im Kiefer kommen, die sich jedoch meist von selbst legen. Die Verbesserung des Schnarchens und der nächtlichen Sauerstoffversorgung stellt sich hingegen sofort ein, sodass Sie sich schon bald auf eine spürbar erholsamere Nachtruhe freuen dürfen.
Leiden Sie an nächtlichen Atemaussetzern oder beeinträchtigt Ihr Schnarchen Ihre Schlafqualität oder die Ihrer Liebsten? Eine Schnarchschiene lindert Ihre Beschwerden effektiv, nicht-invasiv und diskret. Vereinbaren Sie noch heute Ihr Beratungsgespräch!
Ihr Experte
Prof. Dr. Dr. Tateyuki Iizuka
Facharzt für Mund-, Kiefer-, und Gesichtschirurgie
Haben Sie Fragen? Kontaktieren Sie uns.
Unser Schlaflabor-Team ist für Sie da. Stellen Sie uns Ihre Fragen und erhalten Sie fachkundige Unterstützung für besseren Schlaf.
„Der Schlaf ist für den ganzen Menschen, was das Aufziehen für die Uhr“
Arthur Schopenhauer