Schlaflabor Zuerich

Fachgebiete

Über Uns

Albträume – wenn die Nacht zur Belastung wird

Der vermeintlich erholsame Schlaf wird für manche zur psychischen Belastungsprobe: Albträume können die Nachtruhe massiv stören und Betroffene am nächsten Morgen angespannt und erschöpft aufwachen lassen. Während gelegentliche schlechte Träume weit verbreitet und harmlos sind, können wiederkehrende Albträume zur Spirale werden, Nacht um Nacht Stress verursachen und der Regeneration von Körper und Geist im Wege stehen.

Albträume Ursachen

Albträume sind intensive, beängstigende Träume, die so real wirken, dass Betroffene oft abrupt aufwachen und auch lange nach dem Aufwachen Angst, Bedrohung oder Hilflosigkeit empfinden können. Sie treten insbesondere in der REM-Schlafphase auf, in der unser Gehirn besonders aktiv ist und wir am stärksten träumen.

Häufig sind psychische Belastungen die Ursache für Albträume: Betroffene werden von Stress, Sorgen oder ungelösten Konflikten geplagt, die sie “in die Nacht mitnehmen”. Auch psychische Erkrankungen wie Angststörungen, Depressionen oder posttraumatische Belastungsstörungen (PTBS) können Albträume begünstigen.

Bisweilen intensivieren körperliche Faktoren wie Fieber, Erkrankungen, Schlafapnoe oder bestimmte Medikamente das Traumgeschehen und verursachen so Alpträume. Schliesslich spielt der Lebensstil eine entscheidende Rolle: Wer zu unregelmässigen Zeiten schläft, Alkohol oder Drogen konsumiert, zu spät schwere Mahlzeiten zu sich nimmt oder Koffein am Abend geniesst, neigt eher zu aufgewühltem Schlaf und schlechten Träumen. Viele Betroffene berichten zudem, dass sie lediglich temporär in besonders stressigen Lebensphasen an Albträumen leiden.

Dauer der Behandlung

60–90 Minuten

Fit für den Alltag

Nach 10 Tagen

Nachbehandlung

Pflaster- und Fadenentfernung nach 7 Tagen

Klinikaufenthalt

Ambulant

Häufige Fragen zu Albträumen

Die Gründe für Albträume sind vielfältig: Stress, seelische Belastungen, traumatische Erlebnisse, aber auch körperliche Faktoren wie Fieber, Schlafapnoe oder bestimmte Medikamente können ursächlich sein. Oft wirken mehrere Ursachen zusammen.

Albträume entstehen in der REM-Schlafphase, in der unser Gehirn sehr aktiv ist. Emotionen und Sinneseindrücke sind in dieser Phase besonders intensiv – deshalb wirken Albträume so real und hinterlassen starke Gefühle, die auch nach dem Aufwachen noch nachhallen.

Wer Albträume loswerden möchte, sollte zuerst die Ursachen ausfindig machen. Hilfreich sind regelmässige Schlafroutinen, Stressabbau, Entspannungstechniken und Methoden wie die Imagery Rehearsal Therapy. Oft sind es kleine Veränderungen im Alltag, die bereits für spürbare Besserung sorgen.

Ein spezielles Medikament gegen Albträume gibt es nicht. In Ausnahmefällen – etwa bei posttraumatischer Belastungsstörung – können wir Präparate verschreiben, die das Traumgeschehen beeinflussen. Grundsätzlich sollte die Behandlung aber auf nichtmedikamentöse Methoden wie Schlafhygiene und Psychotherapie setzen.

Albträume – normal oder behandlungsbedürftig?

Nicht jeder Albtraum ist automatisch behandlungsbedürftig. Gelegentliche schlechte Träume sind ein normaler Ausdruck der menschlichen Psyche und ein Teil der nächtlichen Verarbeitung im Gehirn. Treten unruhiger Schlaf und Albträume hingegen regelmässig und so intensiv auf, dass sie die Lebensqualität einschränken, sollte eine ärztliche Abklärung und gegebenenfalls eine Therapie erfolgen.

Dies ist zum Beispiel dann der Fall, wenn Albträume starke Ängste und anhaltende Müdigkeit auslösen, der Erholung im Wege stehen oder die Leistungsfähigkeit und das Wohlbefinden am Tage beeinträchtigen. Bleiben starke Albträume über Monate hinweg unbehandelt, können sie zu chronischem Schlafmangel, einer erhöhten Reizbarkeit und Stressanfälligkeit führen und sogar die sogenannte “Schlafangst”, die Angst vor dem Einschlafen selbst, verursachen. Schliesslich können Depressionen oder Angststörungen folgen, die die Lebensqualität massiv senken.

Diagnose von Albträumen

Haben Sie das Gefühl, dass sich Ihre Albträume negativ auf Ihr Leben auswirken, empfehlen wir eine ärztliche Abklärung. Im Rahmen einer ausführlichen Anamnese sehen wir uns zunächst gemeinsam Ihre Symptome und Ihr Schlafverhalten an und prüfen, ob körperliche Ursachen wie Schlafapnoe, Fieber oder Medikamente als Auslöser infragekommen. In manchen Fällen empfehlen wir den Aufenthalt im Schlaflabor, da wir hier Ihre Schlafqualität genau analysieren können.

Die Ursachen von Albträumen wurzeln häufig im seelischen Bereich, weshalb eine psychologische Abklärung sinnvoll sein kann, um die zugrundeliegenden Probleme aufzudecken und behandeln zu können.

Behandlung – was hilft gegen Albträume?

Glücklicherweise stehen uns heute weitreichende Behandlungsmöglichkeiten zur Verfügung, mit deren Hilfe Sie Ihre Albträume deutlich reduzieren oder sogar ganz überwinden können.

Selbsthilfestrategien

Selbst einfache Änderungen im Alltag können erfahrungsgemäss bereits erste Abhilfe schaffen: Achten Sie auf eine gute Schlafhygiene und stellen Sie regelmässige Schlafenszeiten und ein dunkles Schlafzimmer sicher. Verzichten Sie auf Alkohol oder Koffein am Abend und bauen Sie Entspannungstechniken wie Atemübungen, progressive Muskelentspannung oder Meditation in Ihren Alltag ein, um Stress abzubauen. Als hilfreich empfinden viele Betroffene zudem ein Traumtagebuch: Hier tragen Sie die Häufigkeit, den Inhalt und das Ausmass Ihrer Albträume ein und erkennen so schneller Muster und mögliche Ursachen, was wiederum die Therapie erleichtert.

Psychologische Verfahren

Da Albträume häufig in stressigen oder psychisch belastenden Lebensphasen auftreten, haben sich psychologische Behandlungen als wirkungsvoll erwiesen. Neben anderen kognitiven Verhaltenstherapien setzen wir die sogenannte “Image Rehearsal Therapy” (IRT) ein: Hierbei schreiben Sie Ihren Albtraum im Wachzustand zu einem positiveren Erlebnis um, was Ihrem Unterbewusstsein die Gelegenheit gibt, eine belastende Erfahrung mit neuen Assoziationen zu besetzen.

Medizinische Ansätze

In seltenen Fällen kann die Verschreibung von Medikamenten sinnvoll sein, die zum Beispiel bei Albträumen infolge einer posttraumatischen Belastungsstörung Erfolge zeigen. Eine medikamentöse Therapie ist allerdings nur in Ausnahmefällen zu empfehlen und sollte stets unter ärztlicher Kontrolle erfolgen.

Ganzheitliche Therapie bei Albträumen

So einzigartig Albträume sind, so einzigartig sind auch ihre Ursachen. Die psychischen und emotionalen Hintergründe sind oft komplex, weshalb wir auf individuelle und ganzheitliche Therapien setzen, um eine nachhaltige Besserung zu erzielen. Vereinbaren Sie noch heute Ihren Termin und freuen Sie sich darauf, endlich wieder mit einem guten Gefühl einzuschlafen.

Ihre Expertin

PD Dr. med. Marie-An Carstensen De Letter

Ärztliche Leitung Schlaflabor

Haben Sie Fragen? Kontaktieren Sie uns.

Unser Schlaflabor-Team ist für Sie da. Stellen Sie uns Ihre Fragen und erhalten Sie fachkundige Unterstützung für besseren Schlaf.

„Jeder Mensch sollte lernen, sich im Schlaf zu erholen, um im Wachsein arbeiten zu können“

Mahatma Gandhi