Insomnie – schlaflose Nächte, müde Tage
Während gelegentliche schlaflose Nächte für viele Menschen in unserer heutigen Zeit zum Alltag gehören, kann Insomnie – die medizinische Bezeichnung für Schlaflosigkeit – zu einer ernstzunehmenden Belastung des Körpers und der Psyche werden. Was mit gelegentlicher Müdigkeit und Konzentrationsproblemen beginnt, verwandelt sich bei vielen Betroffenen schnell in schwerwiegende Erschöpfung und sogar körperliche Erkrankungen.
Kein Wunder – denn der oft unterschätzte Schlaf ist die wichtigste Regenerationsphase unseres Körpers und unseres Geistes. Wird sie auf Dauer gestört, leidet nicht nur unsere Gesundheit, sondern unsere Lebensqualität. Glücklicherweise stehen uns heute unterschiedliche Insomnie-Behandlungen zur Verfügung, die Schlafstörungen wirksam therapieren und endlich wieder erholsamen Schlaf ermöglichen.
Schlaflosigkeit – normal oder bedenklich?
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Häufige Fragen zu Insomnie / Schlaflosigkeit
Was ist Insomnie?
Insomnie ist die medizinische Bezeichnung für Schlaflosigkeit. Sie beschreibt Ein- und Durchschlafstörungen oder ein zu frühes Erwachen, das länger als drei Nächte pro Woche und über einen Zeitraum von mindestens drei Monaten anhält.
Welche Symptome hat die Insomnie?
Typische Insomnie-Symptome sind langes Wachliegen beim Einschlafen, häufiges nächtliches Erwachen, das Gefühl von Schlaflosigkeit trotz Müdigkeit sowie Tagesmüdigkeit, Reizbarkeit und Konzentrationsprobleme.
Kann Insomnie geheilt werden?
Ja – insbesondere wenn die Schlaflosigkeit-Ursachen erkannt und gezielt behandelt werden. Bei akuten Formen kann schon eine Anpassung der Schlafgewohnheiten helfen, bei chronischer Insomnie sind verhaltenstherapeutische und medizinische Massnahmen langfristig wirksam.
Was kann man gegen Insomnie machen?
Zu den wichtigsten Schritten gehören eine gute Schlafhygiene, regelmässige Schlafzeiten, Stressabbau und Entspannungstechniken. Ergänzend können Verhaltenstherapie und – in seltenen Fällen – kurzfristige Medikamente helfen.
Ist Insomnie eine psychische Krankheit?
Insomnie ist an sich eine eigenständige Schlafstörung und keine psychische Erkrankung. Sie kann jedoch durch psychische Erkrankungen wie Angst oder Depression ausgelöst oder verstärkt werden. Umgekehrt kann dauerhafte Schlaflosigkeit auch psychische Probleme begünstigen.
Ist Insomnie gefährlich?
Unbehandelte Insomnie ist mehr als nur lästig: Chronische Schlaflosigkeit erhöht das Risiko für Depressionen, Bluthochdruck, Stoffwechselstörungen und Herz-Kreislauf-Erkrankungen. In extrem seltenen Fällen existiert eine genetisch bedingte Sonderform, die als “tödliche Schlaflosigkeit” bezeichnet wird.
Insomnie Symptome und Auswirkungen
Insomnie-Symptome treten in unterschiedlichen Formen auf: Typisch sind Schwierigkeiten beim Einschlafen, langes Wachliegen in der Nacht, häufiges Aufwachen oder ein zu frühes Erwachen am Morgen. Viele Betroffene haben ausserdem das Gefühl, trotz ausreichender Schlafzeit nicht erholt zu sein.
Während der Körper mit akuter Insomnie oft verhältnismässig gut umgehen kann, sind die Folgen von chronischer Insomnie gravierender als viele vermuten: Dauerhafte Schlaflosigkeit kann zu Konzentrationsschwierigkeiten, Reizbarkeit und Leistungseinbussen führen und auch körperliche Beschwerden wie Kopfschmerzen, Muskelschmerzen oder Herz-Kreislauf-Beschwerden verursachen. Die damit einhergehenden Risiken für Depressionen, Bluthochdruck, Herzinfarkt oder Stoffwechselstörungen sind wissenschaftlich belegt.
Besonders belastend kann die Wechselwirkung zwischen Stress und Schlaflosigkeit werden: Sorgen verhindern das Einschlafen, während die fehlende Nachtruhe wiederum die Anspannung verstärkt. So entsteht Schlaflosigkeit trotz Müdigkeit – der Körper verlangt nach Ruhe, doch der Schlaf stellt sich nicht ein.
Schlaflosigkeit Ursachen
Die Ursachen von Insomnie sind so unterschiedlich wie die betroffenen Menschen selbst. So ist Schlaflosigkeit durch psychischen Stress – verursacht durch berufliche oder familiäre Sorgen – zu einer typischen Erscheinung unseres heutigen Lebensstils geworden. Aber auch Depressionen und Angststörungen verhindern das Abschalten am Abend.
Chronische Insomnie kann allerdings auch körperliche Ursachen haben: Sie kann mit Erkrankungen oder hormonellen Veränderungen einhergehen, weshalb sie besonders häufig in den Wechseljahren auftritt. Aber auch neurologische Störungen, Schilddrüsenprobleme oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen können ursächlich sein oder sich aufgrund der Schlafstörung weiter verschlimmern.
Schliesslich lohnt sich ein Blick auf den eigenen Lebensstil: Neben unregelmässigen Schlafgewohnheiten und Schichtarbeit können auch ein übermässiger Konsum von Koffein, Nikotin oder Alkohol ursächlich sein. Ebenso kann der heute deutlich ausgeprägtere Bildschirmgebrauch am Abend das Gehirn daran hindern, abzuschalten und sich zu entspannen.
Insomnie Diagnose
Aufgrund der Vielzahl der potenziellen Schlaflosigkeit-Ursachen steht am Anfang einer erfolgreichen Insomnie-Behandlung eine präzise Diagnose. Sie bestimmen wir in einer ausführlichen Anamnese, in der wir gemeinsam einen Blick auf Ihre Lebens- und Schlafgewohnheiten sowie auf potenzielle Stressfaktoren und Erkrankungen werfen.
Ein zentrales Element zur Diagnostik ist das Schlaftagebuch, in dem Sie über mehrere Wochen hinweg Ihre Einschlafzeiten, etwaiges nächtliches Erwachen und Ihre Tagesbefindlichkeit dokumentieren. Gelegentlich empfiehlt sich ausserdem eine Untersuchung im Schlaflabor (Polysomnographie). Hier übernachten Sie, während wir Ihre Körperfunktionen wie Atmung, Gehirnströme, Muskelaktivität und Herzfrequenz messen.
Insomnie Behandlung
Die Behandlung von Schlaflosigkeit richtet sich stets nach den individuellen Ursachen und der Dauer Ihrer Beschwerden. Im Falle einer akuten Schlafstörung können bereits einfache Massnahmen die Beschwerden lindern oder gar gänzlich beseitigen. Eine dauerhafte Schlaflosigkeit erfordert hingegen eine professionelle Therapie.
Schlaflosigkeit behandeln ohne Medikamente
Bereits kleinere Umstellungen im Alltag können Schlafstörungen spürbar verbessern:
- Schlafhygiene: feste Schlafenszeiten, Verzicht auf Bildschirme am Abend, ruhige Schlafumgebung
- Kognitive Verhaltenstherapie: Therapie kann Betroffenen helfen, psychischen Stress und daraus resultierende Schlaflosigkeit zu mindern
- Entspannungsverfahren: Atemübungen, progressive Muskelrelaxation oder Meditation helfen, Stress und Schlaflosigkeit zu reduzieren
- Angepasster Lebensstil: Bewegungstherapie und eine ausgewogene Ernährung bei Schlaflosigkeit fördern zusätzlich die Schlafqualität
- Pflanzliche Präparate: Pflanzliche Mittel wie Baldrian, Lavendel oder Kamille können zur Entspannung beitragen und in der Therapie unterstützend eingesetzt werden
Medikamentöse Therapie
Leiden Sie an einer akuten, besonders belastenden Schlaflosigkeit, können Schlafmittel ausnahmsweise sinnvoll sein. Sie sind jedoch keine dauerhafte Lösung und sollten deshalb nur kurzfristig und unter ärztlicher Aufsicht eingenommen werden. Auch im Falle einer chronischen Insomnie empfehlen sich Schlafmittel nicht, weshalb wir hier stattdessen auf nachhaltige und gegebenenfalls kombinierte Strategien setzen.
Interdisziplinäre Betreuung für Ihr Wohlergehen
Die Behandlung von Insomnie erfordert oft die Zusammenarbeit verschiedener Fachrichtungen, um sowohl körperliche als auch psychische Ursachen umfassend therapieren zu können. Unsere Expertinnen und Experten legen daher einen besonderen Fokus auf eine holistische Betrachtung und eine umfassende Betreuung über Fachbereiche hinweg.
Sie leiden an Schlafproblemen oder fühlen sich auch nach ausreichend Schlaf nicht erholt? Gemeinsam mit Ihnen finden wir sowohl die Ursache Ihrer Schlaflosigkeit als auch die richtige Lösung für Sie! Treten Sie noch heute mit uns in Kontakt und freuen Sie sich darauf, bald schon wieder wohlverdienten Qualitätsschlaf zu geniessen.
Ihre Expertin
PD Dr. med. Marie-An Carstensen De Letter
Ärztliche Leitung Schlaflabor
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Unser Schlaflabor-Team ist für Sie da. Stellen Sie uns Ihre Fragen und erhalten Sie fachkundige Unterstützung für besseren Schlaf.
„Der Schlaf ist für den ganzen Menschen, was das Aufziehen für die Uhr“
Arthur Schopenhauer