Schnarchen – Diagnose und Behandlung für ruhige Nächte
Schnarchen sorgt allein in der Schweiz in Tausenden von Haushalten dafür, dass die nächtliche Ruhephase alles andere als ruhig verläuft: Das störende Geräusch beeinträchtigt nicht nur die Schlafqualität von Partnerinnen und Partnern, sondern auch die der Betroffenen selbst. Je nach Ursache und Ausmass gehen mit regelmässigem Schnarchen nächtliche Atemaussetzer, chronische Müdigkeit oder gar Herz-Kreislauf-Belastungen einher. Eine erfolgreiche Schnarchen-Behandlung beseitigt somit mehr als ein kosmetisches Problem, sondern verbessert spürbar die Gesundheit und das Wohlbefinden am Tage.
Ist Schnarchen ungesund?
Da Schnarchen ein weit verbreitetes Phänomen ist, werden seine Auswirkungen häufig unterschätzt. Das nächtliche “Sägen” stört den Tiefschlaf, den wir dringend zur Erholung und Regenerierung benötigen. So entstehen selbst in milderen Fällen häufig Tagesmüdigkeit, Konzentrationsschwächen und eine verminderte Leistungsfähigkeit. Zwar ist nicht jedes Schnarchen gefährlich und beschert oft nur eine “störende Geräuschkulisse” für Partnerinnen und Partner. Dennoch ist es wichtig, die Schnarchen-Ursachen abklären zu lassen – denn in vielen Fällen verbirgt sich hinter dem Geräusch ein krankhaftes Schnarchen mit Atemaussetzern (Schlafapnoe), das ernsthafte gesundheitliche Folgen verursachen kann. Im Falle dauerhafter Atemstörungen können zudem weitere Folgebeschwerden wie Bluthochdruck, Herzinfarkte oder Schlaganfälle hinzutreten.
Hinzu kommt, dass dauerhaft lautes Schnarchen die Nachtruhe von Partnerinnen und Partnern und so oft auch die Beziehung belastet. Die Betroffenen selbst fühlen sich tagsüber kraftlos und gereizt, was das soziale Umfeld weiter auf eine Geduldsprobe stellt. Die passende Schnarchen-Behandlung ermöglicht es Betroffenen somit nicht nur, das Schnarchen zu stoppen und endlich wieder erholsam zu schlafen, sondern wirkt sich auch positiv auf ihre Beziehungen und ihre Lebensqualität aus.
60–90 Minuten
Fit für den Alltag
Nach 10 Tagen
Pflaster- und Fadenentfernung nach 7 Tagen
Ambulant
Häufige Fragen zum Schnarchen
Was ist die Ursache für Schnarchen?
Die häufigste Schnarchen-Ursache ist eine Verengung der Atemwege, die durch ein vergrössertes Gaumensegel, die Zungenlage oder andere anatomische Besonderheiten verursacht wird. Aber auch Übergewicht, Alkohol- oder Nikotinkonsum können Schnarchen verursachen oder verstärken.
Wie bekomme ich das Schnarchen weg?
Je nach Ursache helfen einfache Umstellungen im Alltag, Zahnschienen oder eine gezielte Schnarchen-Behandlung mittels Schlafmaske. Bei schweren Fällen kann auch eine Operation sinnvoll sein.
Kann man Schnarchen abtrainieren?
Teilweise können Atemübungen, Muskeltraining im Rachen oder eine veränderte Schlafposition das Schnarchen reduzieren oder sogar ganz beheben. Bei vielen Betroffenen reichen diese Methoden allein aber nicht aus.
Wird eine Schnarch-OP von der Krankenkasse bezahlt?
Eine OP gegen Schnarchen wird in der Regel nur übernommen, wenn eine medizinische Notwendigkeit wie Schlafapnoe vorliegt. Bei rein störendem Schnarchen sind die Kosten meist privat zu tragen.
Ursachen für Schnarchen
Um effektiv Schnarchen zu stoppen, bedarf es zunächst einer Abklärung der Ursachen – denn sie sind vielfältig und führen zu entsprechend unterschiedlichen Behandlungsplänen. Das typische Schnarchgeräusch an sich entsteht durch eine Verengung der oberen Atemwege. Die einströmende Luft bringt das Gewebe im Rachenraum zum Vibrieren und verursacht so einen hörbaren Klang.
- Übergewicht: Fettgewebe im Hals- und Rachenbereich verengt die Atemwege zusätzlich, weshalb Schnarchen durch Übergewicht weit verbreitet ist.
- Alter: Mit zunehmendem Alter erschlafft das Bindegewebe des Körpers. So fallen auch die Atemwege leichter zusammen und stören den Luftstrom.
- Lebensstil: Alkohol, Nikotin oder Beruhigungsmittel entspannen die Muskulatur, was zu einem ebenfalls weit verbreiteten Phänomen führt: Viele Betroffene schnarchen erst durch den Konsum von Alkohol und Co. – oder aber verstärken hierdurch ihr Schnarchen.
- Anatomische Faktoren: Körperliche Merkmale wie ein zu langes Gaumensegel, vergrösserte Mandeln oder eine zurückliegende Zunge können ebenfalls den Luftstrom behindern.
- Schlafposition: Wer auf dem Rücken schläft, ist besonders anfällig für Blockaden der Atemwege, weshalb die Seitenlage bereits für Besserung sorgen kann.
Die Ursachen für Schnarchen bei Frauen stimmen grösstenteils mit den Schnarchen-Ursachen beim Mann überein. Frauen sind jedoch häufiger von hormonellen Veränderungen betroffen, die insbesondere in der Schwangerschaft und in den Wechseljahren ursächlich sein können.
Diagnose bei Schnarchen
In einem ersten Beratungsgespräch analysieren wir gemeinsam mit Ihnen Ihre individuelle Situation und werfen einen Blick auf Ihre Anatomie und Schlafgewohnheiten, Ihren Lebensstil und mögliche Begleiterkrankungen. So können wir potenzielle Gründe für das Schnarchen bereits schnell eingrenzen und mit einer präzisen Diagnose den Grundstein für eine effektive Behandlung legen.
Schlafmedizinische Tests
Im nächsten Schritt analysieren wir Ihren Schlaf selbst: Im Rahmen der ambulanten Schlafdiagnostik tragen Sie zuhause ein mobiles Gerät, das Aufschluss über Ihren Schlaf gibt. Genauere und umfassendere Ergebnisse erhalten wir im Schlaflabor (Polysomnographie): Hier verbringen Sie eine Nacht, in der Ihre Atmung, Herzfrequenz und Schlafqualität gemessen und dabei auch etwaige Atemaussetzer (Schlafapnoe) festgestellt werden.
Endoskopische Untersuchung
Mit Hilfe einer kleinen Kamera untersuchen wir Ihre oberen Atemwege auf anatomische Ursachen wie vergrösserte Mandeln, ein erschlafftes Gaumensegel oder einen zurückliegenden Kiefer, die das Schnarchen verursachen können.
Bildgebung
Schliesslich erkennen wir im Rahmen von Röntgen- oder 3D-Aufnahmen strukturelle Ursachen wie Kieferfehlstellungen, die sich gegebenenfalls durch eine Operation korrigieren lassen.
Schnarchen – Behandlung und Therapie
Auf Fragen wie “Was tun gegen Schnarchen?” gibt es zahlreiche Antworten – aber die effektivste Form der Therapie hängt stets von Ihren individuellen Ursachen ab.
Konservative Methoden und Tipps gegen Schnarchen
- Änderung des Lebensstils: Eine Gewichtsreduktion sowie der Verzicht auf Alkohol oder Beruhigungsmittel können bereits helfen, Schnarchen zu verhindern.
- Anpassen der Schlafposition: Die Rückenlage fördert das Schnarchen, weshalb sich für Betroffene das Schlafen in Seitenlage empfiehlt.
- Einfache Hilfsmittel: In leichteren Fällen können Nasenpflaster, Nasensprays oder spezielle Kopfkissen den Luftstrom verbessern und so das Schnarchen reduzieren.
Zahnschienen und medizinische Geräte gegen Schnarchen
Bewährt haben sich individuell angepasste Unterkieferprotrusionsschienen, die als Zahnschienen gegen Schnarchen geläufig sind. Diese kleinen Spangen verlagern den Unterkiefer leicht nach vorne und halten so die Atemwege frei. Stärkeres Schnarchen oder eine Schlafapnoe bedürfen hingegen meist der Behandlung mit intraoralen Apparaturen oder einer Atemmaske (Continuous Positive Airway Pressure), die ebenfalls die Atemwege während der Nacht dauerhaft offen hält.
Chirurgische Eingriffe
Im Falle anatomischer Ursachen kann eine Schnarchen-Operation sinnvoll sein, die je nach Befund zum Beispiel das Gaumensegel strafft oder vergrösserte Mandeln entfernt. Auch chirurgische Korrekturen der Nasenscheidewand, der Nasenmuscheln oder von Fehlstellungen im Kiefer sind üblich.
Individuelle Behandlung gegen Schnarchen
Selbstverständlich stimmen wir jede Schnarchbehandlung individuell ab – denn unser Ziel ist es, nicht nur Ihre Symptome zu lindern, sondern die eigentliche Ursache zu behandeln und Ihnen so langfristig wieder erholsamen Schlaf zu schenken. Um den Erfolg Ihrer Therapie sicherzustellen, begleiten wir Sie auch nach der Behandlung in Form von regelmässigen Kontrollen und stehen Ihnen während des gesamten Zeitraums für Fragen und Anmerkungen zur Verfügung.
Sie sind bereit, Ihr Schnarchen zu stoppen und endlich wieder erholt in den Tag zu starten? Vereinbaren Sie noch heute ein unverbindliches Beratungsgespräch!
Ihr Expertin
PD Dr. med. Marie-An Carstensen De Letter
Ärztliche Leitung Schlaflabor
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„Schlaf ist die beste Meditation“
Dalai Lama